Enten auf dem Vormarsch

 

Wenn man dem bekannten deutschen Kinderlied 'Alle meine Entechen' Glauben schenkt, dann schwimmen die die sympathischen Wasservögel den lieben langen Tag auf dem See herum und führen ein geruhsames Dasein. Was hat aber die Zeitungsente eigentlich mit den Wasservögeln zu tun? Ganz eindeutig lässt sich das nicht sagen. Vermutlich lässt sich der Begriff aber vom französischen 'donner des canards', was soviel bedeutet wie jemandem Enten zu geben, ihn also anzulügen oder nicht die ganze Wahrheit zu sagen.

Eine Zeitungsente ist eine Falschmeldung. Damit sind sowohl bewusste Ambivalenzen gemeint, mit denen der Journalist seine Leser mit Humor auf in die Irre führt um sie zu erheitern als auch Sensationsmache zur Umsatzsteigerung. Traditionell wird gern am 1. April von Zeitungsenten gebrauch gemacht. Teilweise sind diese so intelligent gestaltet dass selbst kritische Leser dem Journalisten 'auf den Leim' gehen. Im Jahr 2010 war die April Ente Nr. 1 die Meldung, dass künftig für E-Mails eine Art elektronisches Porto erhoben werden sollte. Glaubhaft wurde diese Entenmeldung dadurch, dass Journalisten namhafte Sprecher, wie Politiker und Vertreter von Verbänden, für sich gewonnen hatte und diese sich willig vor den Entenkarren spannen ließen. Eine weitere Entenspezies ist satirischer Natur und absichtlich so unglaubwürdig gestaltet, dass sie augenblicklich als Witz verstanden wird, wie zum Beispiel die "gefälschten" Nonsens-Spielberichte von Bundesliga Partien aus der Sportredaktion des Spiegel oder die Meldung, Michael Schuhmacher werde 2011 an der Weltmeisterschaft für Rutschautos teilnehmen.
 
Ganz anders sieht es mit Zeitungsenten aus, die einer Zeitung irrtümlich unterlaufen. Dann hat sie kaum die Lacher auf ihrer Seite, sondern muss für den Fehler geradestehen. In der Regel bringt eine seriöse Zeitung eine Gegendarstellung, um den Irrtum aufzuklären und zu berechtigen. Manchmal kann dadurch aber nicht mehr die verheerende Wirkung, die solche Falschmeldungen haben können, Wirtschaftszeitungsenten können beispielsweise die Aktienkurse eines Unternehmens fallen lassen, aufhalten. Nicht selten muss der Journalist dann seinen Hut nehmen und sich anderswo eine Beschäftigung suchen. Das zeigt, wie wichtig eine gründliche Recherche und die sachlich richtige Darstellung von Fakten und Zusammenhängen im Journalismus sind. Man spricht dann auch von der sogenannten Sorgfaltspflicht des Journalisten, die er ständig walten lassen muss, um die Leser vor Schaden durch falsche Veröffentlichungen zu bewahren.

Ein Phänomen, für das sich mittlerweile auch Journalisten interessieren, ist der der grosse Erfolg der Crocs Schuhe . Zwar sorgten sie Anfangs mancherorts für hochgezogene Augenbrauen, doch letztendlich gab ihre grosse Bequemlichkeit den Ausschlag. Sie verfügen an der Ferse über einen kleinen Halteriemen, der vor allem für Kinder praktisch ist. Wer diesen nicht nutzen möchte, kann ihn einfach vorn über den Spann legen. Crocs sind heute in vielerlei Ausführungen und Geschmacksrichtungen erhältlich, sogar mit Fell gefüttert. Auch für fast alle Schuhgrößen sind sie zu bekommen, selbst in Größe 19/20.