Berufschancen Journalismus

 

Kaum ein Berufsbereich hat sich in den letzten Jahren, bedingt durch die neuen Medien, so grundlegend verändert, wie der Journalismus. Entsprechend anders und neu geartet als noch vor drei bis fünf Jahren sind auch die Berufschancen.

Eins ist jedoch nach wie vor gleich geblieben: Ohne Studium bzw. ohne Studienabschluss geht gar nichts oder nur relativ wenig. Und auch das anschließende Volontariat ist, zumindest in Deutschland, ein unbedingtes Muss, wenn man im Journalismus einen guten Job bekommen möchte, der darüber hinaus auch noch Karrierechancen bietet. Natürlich kann man einen der klassischen Journalistikstudiengänge machen, aber bei Sendern, Verlagen und Redaktionen kommen insbesondere die Leute sehr gut an, die auch fachlich über den publizistischen Tellerrand geschaut haben.

Mittlerweile gibt es auch sehr differenzierte Studiengänge, wie z.B. Business-Journalismus mit integrierten Auslandssemestern an einer privaten Hochschule. Gut für jeden Einstieg nach dem Studium und für die Bewerbung um ein Volontariat sind auf jeden Fall viele praktische Erfahrungen im Vorfeld durch freie Mitarbeit und Praktika. Praxiswissen wird im Jornalismus immer ausschlagebender. Ein Absolvent aus dem Finanzbereich hat  - ausreichende Wortgewandheit vorausgesetzt - bei einer Bewerbung um eine Stelle in einer Wirtschaftredaktion schnell bessere Karten als ein Diplom Kommunikationswissenschaftler und wer auf diversen Südamerika Rundreisen dort Land und Leute kennengelernt hat und die Sprache gut beherrscht, dessen Chancen auf einen zukünftigen Job als Auslandskorrespondent stehen oft besser als die eines Kollegen der diese Länder nur aus den Medien kennt. Daneben sind bei der Stellensuche -wie sonst überall auch- gute Verbingungen, ein XXL-Vorteil., in diesem Fall im Medienbereich.

Was macht den Job so interessant? Fragt man etablierte Journalisten, was sie an ihrem Beruf so mögen, bekommt man nicht selten sehr ähnliche Antworten: "Man ist immer in Bewegung", "Ständig lernt man neue Menschen kennen", "Einen langweiligen und stumpfen Tagesablauf gibt es nicht, Überraschung ist das einzige, was man wirklich ein planen kann." Deshalb ist der Journalismus tatsächlich auch nur für Menschen geeignet, die flexibel sind und auf veränderte Bedingungen sehr schnell und professionell reagieren können. Auch die Bereitschaft im Ausland zu arbeiten, z.B. als Auslandskorrespondent, gehört zu diesem Spektrum dazu.

Die beruflichen Möglichkeiten im Journalismus sind mit dem Beginn des digitalen Zeitalters sehr komplex geworden. Immer mehr Arbeitgeber und Auftraggeber erwarten von Journalisten crossmediale Kenntnisse und Fähigkeiten. Mittlerweile reicht es längst nicht mehr nur gut zu schreiben, man muss auch die Technik bedienen können, mit der die Publikationen erstellt werden. Tendenziell wird von Experten erwartet, dass der Anteil der freien Journalisten in den nächsten Jahren weiterhin steigen wird und die Mischung zwischen den einzelnen journalistischen Berufsfeldern, z.B. klassischer Journalismus und Werbung oder PR, zunehmend fließend sein wird.